Letzter Neujahrsempfang der VG "Leubatal"
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Die Luther-Liedertafel Hohenleuben begeisterte mit
ihrem qualitätsvollen Chorgesang. Fotos: Bernd Kemter
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Hohenleuben. Dennoch war das knapp 20-jährige Bestehen der VG eine Erfolgsgeschichte, wie aus der Ansprache von VG-Chef Matthias Lindig deutlich wurde. Acht Gemeinden kamen seitdem in den Genuss der Dorferneuerung. In Hohenölsen entstand ein Gewerbegebiet, viele Straßen und Wege wurden neu gebaut. Vereine fanden sich zusammen, um für ein abwechslungsreiches geselliges Leben zu sorgen. Schulen und Kindergärten befinden sich in personeller und baulicher Hinsicht in vorbildlichem Zustand. Die aufnehmenden Gemeinden erhalten somit gut aufgestellte Kommunen, führte Lindig aus. Wegebau in Schömberg, Dorferneuerung in Steinsdorf, Sanierung des "Reussischen Hofes" in Hohenleuben, dies und vieles mehr zählte der VG-Chef auf. Alles wurde mit Fördermitteln geschaffen, wobei die Mittel knapper werden. Doch immerhin wurden im vergangenen Jahr Investitionen von 3,6 Millionen Euro getätigt, dabei standen auch 23 Maßnahmen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes zu Buche. 2012 werden trotz VG-Auflösung nochmals 500 000 Euro investiert. Aber er erlebe auch, so kritisierte Lindig die Landespolitik, dass seit zehn Jahren eine Bewegung ohne Ziel und Planung eingetreten sei. Nun aber gelte es, Abschied zu nehmen. Eine Landgemeinde "Leubatal" sei ihm ans Herz gewachsen, er fühle sich mehr als Leubataler denn als Hohenleubener. Immerhin hätten ja auch 84 Prozent befragter Bürger ihre Zustimmung zur Landgemeinde bekundet, aber das alles sei ja nun Geschichte. "Betrachten Sie die Auflösung der VG weniger als ein Ende, sondern mehr als Schritt in die Zukunft", wandte sich Lindig insbesondere an die anwesenden Bürgermeister und weiteren Kommunalpolitiker. "Und halten Sie sich an die abgeschlossenen Verträge." Es sei besser, an einem Tisch zu sitzen als auf einem hohen Thron, richtete er seine Aufforderung an die großen aufnehmenden Gemeinden. Warum solle denn der Weidaer Stadtrat nicht einmal in Steinsdorf, die Langenwetzendorfer Gemeinderäte nicht einmal in Wildetaube oder Lunzig tagen?
Zwischendurch erhob sich Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), um den VG-Mitarbeitern ihren Respekt zu bekunden, alle Anwesenden folgten gern ihrem Beispiel, und es gab herzlichen Beifall.
Die Landrätin würdigte zudem in ihrem Grußwort die Leistungen, die in der Verwaltungsgemeinschaft erbracht wurden, und auch das persönliche Engagement des VG-Vorsitzenden als eines tüchtigen Kommunalpolitikers der ersten Stunde kam zur Sprache. Schwierig war es damals genug. So erreichte die VG nicht die erforderliche Mindestzahl von 5000 Einwohnern; es klappte dann mit Ausnahmegenehmigung, weil das Asylbewerberheim in Natternmühle und das "Weiße Haus" in Hohenleuben mit berücksichtigt werden konnten. Viele Dörfer wollten eigentlich selbstständig bleiben, blickte Schweinsburg zurück. So gesehen war die VG von Anfang an eine Vernunftehe.
Von der Landespolitik wünsche sie sich jetzt, dass ein wenig Ruhe in die Gesetzgebung einkehren möge, sagte sie in Anwesenheit von Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU). . Es könne ja nicht sein, dass der Landtag so schlechte Gesetze verabschiede, dass sie aller zwei Jahre geändert werden müssten.
Sodann wurden verdienstvolle Bürger geehrt, so Wildetaubes unermüdlicher Bürgermeister Helmut Schaffer. Sichtlich gerührt zeigte sich Alfons Fredl, der wegen seiner Aktivitäten in der Feuerwehr und in der Gemeinde zum Ehrenbürger von Hohenölsen ernannt wurde.
Mit stimmungsvollen Liedern, in hoher Qualität vorgetragen, wusste die Luther-Liedertafel Hohenleuben die Anwesenden zu begeistern. Man verbrachte noch einige Stunden in geselliger Runde.






